Medizin: Künftige Ausrichtung und Durchführung des Selektionsverfahrens für das Medizinstudium in der bisherigen Form
Der Eignungstest für das Medizinstudium in der Schweiz (EMS) hat sich seit seiner Einführung als Selektionsinstrument für das Medizinstudium bewährt. Am 15. Juni 2016 hat die SHK den Schweizerischen Wissenschafts- und Innovationsrat (SWIR) beauftragt, die Angemessenheit des aktuellen EMS vor dem Hintergrund der hochschul- und gesundheitspolitischen Diskussionen zu überprüfen. Es ging auch darum, eine wirtschaftliche Beurteilung vorzunehmen, um die finanziellen und praktischen Aspekte einschätzen zu können. Die SHK bat den SWIR, ihm über die künftige Ausrichtung und Durchführung des Selektionsverfahrens für das Medizinstudium einen Bericht vorzulegen. Der SWIR hat seine Analyse Ende November 2016 eingereicht.
Der SWIR stellt in seinem Bericht fest, dass der aktuelle Test es erlaube, die Fähigkeiten zur Aufnahme eines Medizinstudiums erfolgreich zu beurteilen. Es gibt somit keinen Grund, das Prinzip des kognitiven Tests oder die Studierfähigkeit als Selektionskriterium abzulehnen. Zum Vergleich hat der SWIR andere Möglichkeiten geprüft (Situational judgments, Multiple Mini-Interviews), die durchaus andere Prognosen zur Eignung geben könnten, den Beruf der Ärztin oder des Arztes auszuüben. Der Bericht kommt jedoch zum Schluss, dass diese Methoden deutlich teurer und weniger präzis wären als der kognitive Test. Die Möglichkeit, die Kandidierenden gestützt auf ihre Maturanoten und Wissensfragen auszuwählen, wird im Bericht als ungeeignet betrachtet.
Das Präsidium der SHK hat am 25. Januar 2017 beschlossen, den SWIR-Bericht zehn Institutionen zur Stellungnahme zu unterbreiten. Die grosse Mehrheit von ihnen hat die Qualität des Berichts und dessen Schlussfolgerungen begrüsst. Der ständige Ausschuss für Fragen der Hochschulmedizin hat die Resultate des Berichts unter Berücksichtigung dieser Stellungnahmen diskutiert und eigene Empfehlungen formuliert.
An seiner Sitzung vom 19. Mai 2017 hat der Hochschulrat entschieden, das Selektionsverfahren für das Medizinstudium nach 2019 in seiner heutigen Form weiterzuführen. Ausserdem will er die vom ständigen Ausschuss für Fragen der Hochschulmedizin formulierten Empfehlungen unterstützen und swissuniversities, die EDK und Vetsuisse einladen, deren Umsetzung zu prüfen. Diese Empfehlungen haben in erster Linie zum Ziel, die Chancengleichheit zwischen den drei Sprachgruppen und die Qualität der Testorganisation zu stärken sowie die Qualität des Selektionsverfahrens bezogen auf das ganze Studium zu beurteilen. Überdies hat der Hochschulrat beschlossen, das Zentrum für Testentwicklung und Diagnostik (ZTD) der Universität Freiburg weiterhin mit der Durchführung des EMS zu beauftrage
Schweizerische Hochschulkonferenz
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